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Mit dem Tod des Erblassers geht dessen Vermögen von selbst auf einen oder mehrere Erben über (§1922 BGB). Die Erben werden Eigentümer des Nachlasses und auch Besitzer (§857 BGB), selbst wenn sie nichts vom Erbfall wissen und wenn kein Erbschein beantragt oder erteilt ist. Ist also den Erben der Erbfall bekannt, werden diese sich darum kümmern.

Ist jedoch der Erbfall den Erben NICHT bekannt, kann es sein, dass der Nachlass einer gerichtlichen Fürsorge bedarf. In diesem Fall ist das wichtigste und umfassendste Sicherungsmittel zum Schutz des Nachlasses die Bestellung eines Nachlasspflegers.

Der Nachlasspfleger ist gesetzlicher Vertreter des bzw. der (bislang unbekannten) Erben. Der Wirkungskreis des Nachlasspflegers wird durch Beschluss des Nachlassgerichts zugewiesen und umfasst in ganz überwiegenden Fällen die Sicherung und Verwaltung des Nachlasses sowie die Ermittlung der Erben.

Die Tätigkeit des Nachlasspflegers ist also gerade nicht auf das persönliche Wohl des unbekannten Erben gerichtet, sondern vielmehr auf die Sicherung, Erhaltung und Verwaltung des Nachlasses zugunsten der Erben, die noch festzustellen sind.

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Rechtssprechungen

Entscheidung Bundesgerichtshof - XI ZR 187/13

Frage: Hat der Kontoinhaber eines P-Kontos einen Anspruch auf Rückumwandlung in ein „normales“ Girokonto?

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